Einfach erklärt: Wie schmeckt eigentlich Matcha?

Matcha in einer Schüssel: wie schmeckt eigentlich Matcha?

Matcha-Tee ist gesund, hat eine leuchtend grüne Farbe und wird zu Pulver verarbeitet. Das wissen mittlerweile sehr viele – auch Leute, die ihn noch nicht getrunken haben. Aber wie schmeckt Matcha eigentlich? Wir gehen dem Geschmack des Matcha-Tees in diesem Beitrag auf den Grund und zeigen dir auf, woher geschmackliche Unterschiede kommen können.

Der Geschmack von echtem Matcha

Als “echten Matcha” bezeichnet man das Pulver, das auch wirklich aus einem dafür entwickelten Kultivar geerntet wurde. Teilweise wird auch Pulver verkauft, das als “Matcha” bezeichnet wird, jedoch aus herkömmlichen Grüntee hergestellt wurde. Im Endeffekt ist das dann Grüntee-Pulver und kein (echtes) Matcha-Pulver.

Echter Matcha wird beispielsweise durch die Kultivare “Yabukita”, “Saemidori” oder auch “Okumidori” hergestellt – nur um ein paar zu nennen. Diese Kultivare sorgen für den einzigartig erdigen, würzigen Matcha Geschmack.

Der Geschmack wird häufig als “erdig”, “nussig” und “würzig” beschrieben – ähnlich dem herkömmlichen Grüntee. Vor allem das “Umami” ist beim Matcha sehr intensiv ausgeprägt.

Umami bezeichnet den fünften Geschmackssinn und wird im Japanischen als "würzig" und "wohlschmeckend" beschrieben.

Je nach Pflanzensorte und Anbaumethode kann Matcha auch ein bisschen algig sein. Er darf jedoch nie fischig schmecken und riechen. Das ist ein Zeichen für minderwertige Qualität und Mängel im Anbau – bspw. zu viel Sonne und mangelhafte Weiterverarbeitung. Leicht bittere Noten dagegen sind ganz normal und gehören dazu.

Unterschiede im Geschmack: das sind die Gründe

Natürlich gibt es Unterschiede im Geschmack. Nicht jeder Matcha schmeckt gleich. Das liegt an den verschiedenen Kultivaren, Anbaumethoden, klimatischen Bedingungen in verschiedenen Regionen oder schlicht an der Dosierung.

Verschiedene Qualitätsstufen

Du hast vermutlich schon gehört oder gelesen, dass es verschiedene Qualitätsstufen beim Matcha-Pulver gibt. Die höchste Stufe wird meist als “Ceremonial Grade” bezeichnet und wird für Tee-Zeremonien zum puren Genuss verwendet. Meist mit heißem Wasser als Tee serviert, bietet er den besten Geschmack.

Es folgen verschiedenste Abstufungen, die meist keine einheitliche Bezeichnung haben. Daher ist die Bezeichnung Ceremonial Grade am geläufigsten.

Eine weitere bekannte Qualitätsstufe ist der sog. “Culinary", auch “Cooking Grade” genannt. Der Culinary ist sehr stark und herb. Er wird oft zum Backen oder für Mischgetränke verwendet. Die kräftigen Aromen des Pulvers vermischen sich mit den restlichen Zutaten (wie z. B. Hafer-, Soja- oder normale Milch). Pur als Tee eignet er sich allerdings weniger.

Ähnlich verhält es sich mit sehr günstigen Alternativen. Diese schmecken meist sehr viel bitterer und herber als die teureren Varianten. Irgendwie muss der günstige Preis ja "gerechtfertigt" werden.

Unterschiedliche Kultivare

Die unterschiedlichen Pflanzenarten geben einen bestimmten Geschmack vor. Der Matcha des Kultivars “Yabukita” ist sehr ausgewogen, würzig-herb und dabei leicht süß. “Saemidori” ist sehr leicht im Geschmack, nie zu bitter und etwas nussiger. Man muss ehrlicherweise dazu sagen, dass die Unterschiede für die “normalen” Teetrinker*innen fast nicht zu erkennen sind.

Unterschiedliche Anbaumethoden und Regionen

Die Matcha-Blätter sollten vor der Ernte mehrere Wochen vollbeschattet werden. D.h. sie werden vor dem Sonnenlicht abgedeckt, damit sie ihren charakteristischen Geschmack entfalten können. Werden sie zu lange der Sonne ausgesetzt, entstehen zu viele Bitterstoffe und der Tee schmeckt nicht.

Natürlich ist die Beschattung aufwendiger und verzögert die Ernte (die Blätter müssen länger reifen). Genau das sorgt jedoch für den besten Geschmack und eine herausragende Qualität.

Ein weiterer Grund für Geschmacksunterschiede sind die verschiedenen Anbauregionen in Japan. Neben Shizuoka und Uji sind auch Kagoshima und Aichi bekannt für hochwertigen Matcha.

Allerdings sind die klimatischen Bedingungen und die Bodenbeschaffenheit überall ein wenig anders. In Shizuoka wird z. B. auch am Fuße des berühmten Berges Fuji angebaut. Hierdurch entwickeln die Tee-Sorten einen einzigartigen Geschmack.

Geschmacksunterschiede bei bio und nicht-bio Matcha

Ja hier gibt es tatsächlich Unterschiede im Geschmack. Die nicht-bio Variante ist dabei etwas intensiver im Geschmack, da beim Anbau bestimmte Düngemittel eingesetzt werden (dürfen). In Japan ist ein kräftigerer Geschmack äußerst beliebt. Vielen außerhalb Japans ist der bitter-herbe Geschmack dann allerdings doch zu stark.

Auch aus gesundheitlichen und umwelttechnischen Aspekten setzt sich der Bio-Anbau in Japan mehr und mehr durch. Die ökologische Landwirtschaft ist nachhaltiger und schont die Böden. Außerdem sind einige Düngemittel nachweislich schädlich für den Körper.

Geschmack mit der Dosierung

Je nachdem wie viel Matcha-Pulver du bei der Zubereitung verwendest, verändert sich auch der Geschmack. Benutzt du weniger (bspw. 1 g) dann schmeckt dein Tee auch leichter und weniger herb. Machst du eine sehr starke Mischung, schmeckt logischerweise auch der Tee intensiver.

Probier dich einfach aus und finde deine Lieblings-Mischung.

Fazit

Matcha hat einen speziellen Geschmack, der sich durchaus auch vom herkömmlichen Grüntee unterscheidet. Er darf ruhig erdig, würzig und leicht algig schmecken – es ist eben ein Grüntee. Fischig und muffig darf er jedoch niemals sein. Das ist ein Zeichen für schlechte Qualität und mangelhafte Verarbeitung.

Je nachdem aus welcher Sorte der Matcha hergestellt wurde, welche Anbaumethode zum Einsatz kam oder wie viel Pulver du zur Zubereitung nimmst, schmeckt er etwas anders. Auch die Region spielt eine Rolle für den Geschmack.

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Bildernachweis:
Beitragsbild von Pexels © Charlotte May


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